Logo der Universität Wien

Forschungstätigkeit – laufende Projekte

  • YOUMIG - Improving institutional capacities and fostering cooperation to tackle the impacts of transnational youth migration
  • PNIG - Practices and policies for neighbourhood improvement: towards "Gentrification 2.0"
  • ACTIVE AGEING - Interregionale Zusammenarbeit zur Förderung von Active Ageing
  • SEEMIG – Managing Migration and its Effects in SEE 
    Transnational Actions Towards Evidence Based Strategies
  • NACHVERDICHTUNG als Chance zur Ortskernbelebung in suburbanen Gemeinden
  • 4Cities – UNICA EUROMASTER IN URBAN STUDIES
  • SeGI - Indicators and Perspectives for Services of General Interests in Territorial Cohesion and Development (ESPON - siehe Artikel in der Zeitschrift RaumPlanung (Hrsg IfR) Nr. 165 / 6-2012)
  • DEMIFER – Demographic and migratory flows affecting European regions and cities (ESPON - siehe Artikel in der Zeitschrift RaumPlanung (Hrsg IfR) Nr. 165 / 6-2012)
  • LIVES ON THE MOVE – Vakhtoviki in North-western Siberia
  • immigration destinations in the European Union
  • IMISCOE - European Network of Excellence: International Migration, Integration and Social Cohesion in Europe
  • Interkulturelle Spurensuche. SchülerInnen forschen Migrationsgeschichte(n)

 


 

 
YOUMIG - Improving institutional capacities and fostering cooperation to tackle the impacts of transnational youth migration
  • Grenzüberschreitendes Kooperationsprogramm “Danube Transnational” (Objective: Improve institutional capacities to tackle major societal challenges)
  • Projektdauer: 01/2017 – 06/2019

Das Projekt YOUMIG, in dem 19 Partnerinstitutionen aus 8 verschiedenen Ländern zusammenarbeiten, beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Jugendmigration. Herausforderungen, die sich aus Zu- bzw. Abwanderung ergeben, werden erarbeitet und Maßnahmen und Strategien abgeleitet. Insbesondere wird darauf abgezielt ein besseres Verständnis für das Phänomen, dahinterstehende Motivationen und sich daraus ergebende Folgen zu bekommen. Des Weiteren sollen Indikatoren erarbeitet werden, die eine verbesserte Messbarkeit und somit eine Veranschaulichung für die lokale Ebene ermöglicht. Datenaustausch zwischen den Ländern aber auch die Evaluierung verfügbaren Datenmaterials und die Entwicklung von Indikatoren werden dazu beitragen. Als Partner sind sowohl Forschungseinrichtungen, als auch statistische Ämter und lokale administrative Einheiten im Projekt beteiligt.

Die Universität Wien leitet im Rahmen des Projektes das dritte Arbeitspaket: Die Erarbeitung eines konzeptionellen Rahmens über das Phänomen Jugendmigration und dessen speziellen Bedingungen in der Donauregion. Einerseits erfolgt dabei eine theoretische Aufarbeitung des Themas. Andererseits erfolgt durch Interviews und Fokusgruppen in den lokalen Gebietskörperschaften ein Abgleich der Erkenntnisse aus der Literatur mit der Realität um die Rolle von Jugendmigration im Donauraum zu beleuchten. Die lokalen Ergebnisse werden im Rahmen von lokalen Status Quo Analysen wiedergegeben, welche gemeinsam mit dem RIRNM (Rumänien) und den lokalen Gebietskörperschaften und externen Experten erarbeitet werden. Im Arbeitspaket 4, das vom Leibnitz Institut für Ost- Südosteuropa angeleitet wird, wird das Institut für Geographie auch bei der Verbesserung der Operationalisierung des Phänomens durch Datenmaterial unterstützend mitwirken. Neben der Erarbeitung von Grundlagen zielen die weiteren Arbeitspakete darauf ab, Strategien und Maßnahmen für ein besseres Management von Jugendmigration auszuarbeiten. Als österreichischer lokaler Partner wird die Stadt Graz am Projekt beteiligt sein und auch die Statistik Austria mitwirken.

Projektteam: Heinz Fassmann, Elisabeth Gruber, Adam Nemeth, Angelika Horvath

Projektpartner

Leadpartner: Hungarian Central Statistical Office

Neben der Universität Wien: 18 Partner aus 8 Ländern: (City of Graz, Hungarian Central Statistical Office , Municipality of Szeged, Institute for Economic Research (Slovenia), Maribor Development Agency, RIRNM - Romanian Institute for Research on National Minorities, Municipality of Sfantu Gheorghe, National Statistical Institute of the Republic of Bulgaria, Municipality of Burgas, Infostat – Institute of Informatics and Statistics (Slovakia), Municipality of the city district of Bratislava-Raca, Leibnitz Institute for East and Southeast European Studies, Statistical Office of the Republic of Serbia, Municipality of Kanjiza, Institute of Social Sciences (Serbia), Statistics Austria, City of Karlsruhe, Federal Institute for Population Research (Germany))

Weitere Informationen zum Projekt und Anmeldung zum Newsletter:

www.interreg-danube.eu/youmig

Kontakt: Elisabeth Gruber

 


 

PNIG - Practices and Policies for Neighbourhood Improvement: towards "Gentrification 2.0"

  • Joint Programming Initiative “Urban Europe”
  • Projektdauer 09/2013-08/2017

In Richtung "Gentrification 2.0" - Praktiken und politische Strategien zur Stadtteil-Entwicklung

Innerstädtische Stadtteile stehen vor konträren Herausforderungen, die zeitgleich in der Stadtentwicklung stattfinden. Einerseits sollen kreative sozio-ökonomische Orte, die auf neue Praktiken der Wohlstandsvermehrung abzielen, gefördert werden. Andererseits gilt es gleichzeitig, sozialräumliche Polarisierungen durch die Schaffung von Orten sozialer und ethnischer Integration zu verringern.

Dieses Projekt wendet mit der Assemblage Theorie einen interdisziplinären Ansatz an, um die Verbindungen zwischen verschiedenen sozialen, wirtschaftlichen und räumlichen Prozessen zu verstehen. Dabei werden auch die Probleme und Potentiale berücksichtigt, die diese Prozesse in der Stadtteilentwicklung mit sich bringen. Ziel ist es, ökonomische und kulturell orientierte Forschungsperspektiven in einer neuartigen und erkenntnisgenerierenden Art zu verbinden. Dieses Projekt nutzt insbesondere die unterschiedlichen Forschungspositionen im Gentrification-Diskurs als Ausgangspunkt. Eine der Kernhypothesen lautet, dass Gentrification trotz aller Kritik ein wichtiges strategisches Konzept bleibt, das zu neuen Ansätzen in der Stadtteilentwicklung führen und soziale, wirtschaftliche und räumliche Qualitäten fördern kann.

Im Projekt wird dafür auf einen umfangreichen Methoden-Mix zurückgegriffen, um gegenwärtige Entwicklungen in fünf innerstädtischen Stadtteilen in Arnheim, Istanbul, Zürich und Wien zu untersuchen. In Wien wird der 15. Wiener Gemeindebezirk Rudolfsheim-Fünfhaus analysiert. Projektbegleitend wird ein Visualisierungs-Tool entwickelt, das die Veränderungsprozesse in den ausgewählten Analysegebieten eingängig darstellt und zur Interaktion einlädt.

Projektpartner

Niederlande: Radboud University Nijmegen, Municipality of Arnhem, Stichting Rijnstad (welfare organisation), Volkshuisvesting Arnhem (housing corporation), NICIS Institute/Platform 31
Österreich: Institut für Stadt- und Regionalforschung, Österreichische Akademie der Wissenschaften
Schweiz: Raumdaten GmbH
Türkei: Middle East Technical University

Weitere Informationen zum Programm:
http://www.jpi-urbaneurope.eu/

ACTIVE AGEING:
Interregionale Zusammenarbeit zur Förderung von Active Ageing

  • Grenzüberschreitendes Kooperationsprogramm Österreich-Ungarn
  • Projektdauer 01/2013-12/2014

Aktives Altern ist ein Thema, das eine große Herausforderung für Regionen darstellt. Dies betrifft Gemeinden direkt, die Gesellschaft im Gesamten sowie auch die regionale Wirtschaft.
Die Kleinregionen Schneebergland und Keszthely pflegen seit 2008 eine Regionspartnerschaft, im Rahmen derer sie bereits mehrere Themen gemeinsam behandeln. Beide sind ländlich geprägte, touristische Regionen, die mit vergleichbaren demographischen Herausforderungen konfrontiert sind, was die  demographischen Änderungen der kommenden Jahre betrifft. Im Rahmen des Projektes wurde ein regionales Netzwerk von relevanten EntscheidungsträgerInnen, VertrerInnen von SeniorInnen und Jugendlichen und AnbieterInnen sozialer Dienstleistungen aufgebaut. Dieses soll die Gemeinden und die regionale Wirtschaft dabei unterstützen, sich auf die zukünftige Situation vorzubereiten.

Das Institut für Geographie und Regionalforschung der Universität Wien fungiert als begleitender wissenschaftlicher Partner, mit besonderem Fokus auf die Kleinregion Schneebergland. In einem ersten Schritt wurden regionsspezifische demographische Herausforderungen beleuchtet. In weiterer Folge wurden Erhebungen vor Ort durchgeführt, um mehr über Problemlagen, Anknüpfungspunkte und Lösungsansätze auf der Mikroebene in Erfahrung zu bringen. Schließlich wurden zukunftsorientierte Handlungsmöglichkeiten abgeleitet.

Artikel basierend auf zentralen Projektergebnissen:

  • GRUBER, K., E. GRUBER (2015). Active Ageing in der Region  Schneebergland. Gesellschaftliche Herausforderungen des demografischen Wandels in ländlichen Regionen. In: SWS Rundschau (55.Jg.), Vol. 03/2015, 306-326 (Link zum Abstract)

Übersicht der Projektergebnisse, die vom Institut für Geographie und Regionalforschung der Universität Wien  erarbeitet wurden:

Weitere Informationen zum Projekt:
http://www.industrieviertel.at/projekte/active-ageing/

Team am Institut für Geographie und Regionalforschung:
- Projektleitung: Heinz Fassmann
- Kontakt: Elisabeth Gruber, Kathrin Gruber

SEEMIG – Managing Migration and its Effects in SEE: Transnational Actions Towards Evidence Based Strategies

SEEMIG aims to better understand and address the longer term migratory, human capital and demographic processes of the SEE area, as well as their effects on labour markets and national/regional economies. The main objective is to enable public administrations to develop and implement policies and strategies by using enhanced datasets and empirical evidence.

Find more about SEEMIG here

 


NACHVERDICHTUNG als Chance zur Ortskernbelebung in suburbanen Gemeinden

Ausgangslage

Innerörtliche Nachverdichtung, getragen vor allem durch (private) Investoren wie Bauträger oder Genossenschaften, wird die Siedlungsentwicklung in den niederösterreichischen Gemeinden im Wiener Umland immer stärker prägen. Die Ergebnisse aus dem 2011 abgeschlossenen ersten Arbeitsmodul zeigen, dass in nahezu allen Gemeinden spezifische Nachverdichtungspotenziale existieren, sei es in Form von großen (zusammenhängenden) Flächenreserven oder aber in Form von Parzellen mit sehr altem Einfamilienhausbestand und einer Bewohnerschaft in analoger demographischer Situation. Ebenso hat sich gezeigt, dass Nachverdichtungsprozesse über „harte“ bzw. ökonomische Fakten hinaus auf das direkte Siedlungsumfeld wirken, indem sich der sozialräumliche Kontext für alle Betroffenen deutlich verändert – je nach Fall zum Positiven wie zum Negativen.Im Rahmen einer übergeordneten lokalen Entwicklungsmaßnahme – also einem integrierten planerischen Konzept, das die funktionalen, städtebaulichen und sozialräumlichen Zusammenhänge in einer Gemeinde berücksichtigt – kann zentrumsnahe Nachverdichtung durchaus ein elementarer Baustein für (Wieder-) Belebungsstrategie des Ortskerns sein. Oftmals reichen aber die existierenden rechtlichen Möglichkeiten nicht aus, um durch Anreize oder Sanktionen die manchmal seit Jahrzehnten ungenutzten innerörtlichen Freiflächen für Nachverdichtungsmaßnahmen zu gewinnen.
 
Ziel

Endprodukt des Forschungsprojekts wird ein „Nachverdichtungsleitfaden für Bürgermeister“ sein, der kommunale Entscheidungsträger einerseits für das Thema der innerörtlichen Nachverdichtung an sich sensibilisiert (generelle Mechanismen, Folgekosten, politisch-planerische Ausgangsposition etc.), der andererseits aber auch an Best-Practice – Beispielen und Szenarien demonstriert, wie sich zentrumsnahe Nachverdichtung in suburbanen Gemeinden darstellen kann.Der Weg zum diesem „Bürgermeisterleitfaden“ führt über verschiedene vertiefende Analysen und die Konstruktion der erwähnten Entwicklungsszenarien für Gebiete mit Nachverdichtungspotenzialen.

4Cities – UNICA EUROMASTER IN URBAN STUDIES

    Interdisziplinäres Master Programm (academic courses, fieldwork, excursions & visits) in Kooperation mit:
    Vrije Universiteit Brussel (VUB), Université Libre de Bruxelles (ULB), KØbenhavns Universitet, Universidad Complutense de Madrid, Universidad Autonoma de Madrid.

    • Finanziert von: Educational, Audiovisual nad Cultural Executive Agency, European Commission.
    • www.4cities.eu

    SeGI - Indicators and Perspectives for Services of General Interests in Territorial Cohesion and Development (ESPON)

    • ESPON Programme 2013
    • Applied Research Project 2013/1/16

    Cooperation

    SeGI is a project supported by the ESPON 2013 Programme. The project will be carried out by a team of researchers from 11 institutions and countries under the lead partnership of KTH Stockholm. See the transnational project group here: TPG SeGI

    Thematic scope

    Services of general interest traditionally comprehend electronic communications, postal services, electricity, gas, water and transport. Policymakers more recent documents tend to be more comprehensive and also look at labour market services, education, health care, child care, social care, culture or (social) housing. Socio-economic policies much focus on ensuring the provision of services of general interest to all citizens and enterprises in the European Union. Citizens and businesses rightly expect to have access to affordable high-quality services of general interest throughout the European Union. Territorial cohesion and development policies integrated these general policy ambitions and developed a territorial approach towards services of general interest. The territorial evidence to support the implementation, monitoring and evaluation of territorial policy measures regarding services of general interest remains nevertheless insufficient. The project is expected to provide the territorial evidence filling this gap.

    Find more about SeGI here ESPON Website + Final Report & here: SeGI ATLAS by BBSR

    • Contact: Alois Humer

    DEMIFER – Demographic and migratory flows affecting European regions and cities

      • ESPON Programme 2013
      • Applied Research Project 2013/1/3

      Cooperation

      DEMIFER is a project supported by the ESPON 2013 Programme. The project will be carried out by a team of researchers from the Netherlands Interdisciplinary Demographic Institute (NIDI, Netherlands), the University of Vienna (UNIVIE, Austria), the International Organization for Migration/Central European Forum for Migration (IOM/CEFMR, Poland), the University of Leeds/School of Geography (SoG, United Kingdom), the Netherlands Environmental Assessment Agency (NEEA, Netherlands), the Nordic Centre for Spatial Development (Nordregio, Sweden), and the National Research Council (CNR, Italy).

      Key Objective

      The project will examine the effects of demographic developments and migration flows for various types of regions where the typology of regions is based on demographic, social, economic and environmental characteristics.

      In order to assess the effects of future demographic and migration developments on the structure of the population and the labour force in European regions alternative scenarios will be developed. These scenarios will be based on analyses of the causes and consequences of migration and will show impacts on future internal migration, international migration, natural population development and labour force participation. Two reference scenarios will be developed to calculate what would happen if demographic parameters would not change: one scenario with, and one without taking into account migration. In addition a number of regional scenarios will be compiled to examine the effect of alternative demographic developments and migration patterns. Finally, various policy options are analysed by examining how they could affect the outcomes of the scenarios.

      LIVES ON THE MOVE – Vakhtoviki in North-western Siberia
      A Qualitative Empirical Account of Long-distance Commute Work in the Russian Federation´s Oil and Gas Industries

      Duration: 2010-2013
      Funded by the FWF Austrian Science Fund (P 22066-G17)

      Project leader:

      • Prof. Dr. Heinz Fassmann

      Project collaborators:

      • Gerti Eilmsteiner-Saxinger
      • Elena Nuykina
      • Elisabeth Öfner
      • Elena S. Aleshkevich (former collaborator)
      • Stefan Bauer (affiliated collaborator)
      • Evelyn Rainer (affiliated collaborator)

      Contact information:

      Project details:

      IMISCOE - European Network of Excellence:
      International Migration, Integration and Social Cohesion in Europe

      Kooperation

      IMES -- Network Coordinator (Amsterdam), CEDEM (Liege), CEG (Lisbon), CEIFO (Stockholm), CES (Coimbra), COMPAS (Oxford), DEUSTO (Bilbao), EFMS (Bamberg), ERCOMER (Rotterdam), FIERI (Turin), ICMPD (Vienna), IMIS (Osnabrück), INED (Paris), ISR (Vienna), IWE (Vienna), MIGRINTER (Poitiers), NIDI (The Hague), FSM/SFM Neuchatel, SCMR (Sussex), SociNova (Lisbon)

      • Finanzierung: 6. Rahmenprogramm der EU

      Das Netzwerk der Exzellenzen IMISCOE ist ein multidisziplinäres Forschungsprogramm, welches rund 400 Forscher aus 22 etablierten Europäischen Forschungsinstitutionen zusammenführt. Diese Forschungsinstitute kamen freiwillig überein, ihre Forschungsprogramme abzustimmen und zu koordinieren. IMISCOE organisiert darüber hinaus gemeinsame Trainings- und Ausbildungsprogramme, gemeinsame Tagungen und eine einheitliche Publikationsreihe, betreut von Amsterdam University Press. Von österreichischer Seite sind das ISR und das EIF (Institut für Europäische Integrationsforschung) daran beteiligt. Die österreichische Beteiligung wird organisatorisch von der Kommission für Migrations- und Integrationsforschung (KMI) der ÖAW abgewickelt.
       
      Mitarbeiter des ISR sind in zwei thematischen Clustern vertreten: Der vom ISR betreute Cluster A1 konzentriert sich hauptsächlich auf drei Fragestellungen: “Postenlargement”-Migration in der Europäischen Union, Irreguläre Migration, Netzwerke und deren Steuerungswirkung auf Migration sowie Effektivität von Migrationskontrolle. Die wesentlichen Ergebnisse des Clusters A1 werden in der Buchpublikation zum Thema „Statistics and reality: concepts and measurements of migration in Europe” enthalten sein. Der Cluster B5, der die Themenbereiche Housing, Education und Health abdeckt, wobei das ISR vor allem in der Housing-Thematik präsent ist, stellt die Grundlage für eine internationale Forschungskooperation im Rahmen diverser Projekte dar.

      (gem. mit Dr. Wiebke Sievers)

      Kontakt

      Interkulturelle Spurensuche. SchülerInnen forschen Migrationsgeschichte(n) - Eine Untersuchung der Geschichtsbilder von Jugendlichen in kulturell heterogenen Klassengemeinschaften

      Die durch jüngere Migrationsbewegungen bedingte gesellschaftliche Pluralisierung wirkt sich auch auf die Geschichtsbilder und das Geschichtsbewusstsein der Bevölkerung aus: In Einwanderungsländern treten neue Geschichten neben nationale Narrative, die sich von ihnen unterscheiden und mit ihnen konkurrieren können. Im Projekt „Interkulturelle Spurensuche. SchülerInnen forschen Migrationsgeschichte(n)“ werden die Geschichtsbilder von Jugendlichen in kulturell heterogenen Klassengemeinschaften untersucht. Aufbauend auf theoretische und empirische Arbeiten zu Geschichtsbewusstsein und der neueren Migrationsforschung fragt das Projekt danach, wie sich Jugendliche mit unterschiedlichen kulturellen und sozialen Hintergründen die österreichische Geschichte aneignen und zu ihrer eigenen Biografie in Bezug stellen. Ein Fokus liegt auf der Bedeutung primärer (Familie) und sekundärer (Schule) Sozialisationsinstanzen bei der Tradierung von Geschichtsbildern.

      Das Projekt stellt eine Grundlagenforschung zu den genannten Themen dar und verfolgt einen interventionsorientierten Ansatz: Es regt die beteiligten SchülerInnen zur Auseinandersetzung mit Migrationsgeschichte(n) und zur Reflexion über ihre eigene Identität an. Das Ziel des Projekts ist es, Strategien für einen inklusiven Unterricht zu entwickeln, der für alle SchülerInnen biografisch anschlussfähig ist.

      Hauptziele:

      1. Erforschung der Konstruktion und Tradierung von Geschichtsbildern von SchülerInnen in kulturell heterogenen Klassen
      2. Sichtbarmachen von Migrationsgeschichte(n)
      3. Entwicklung von Maßnahmen für einen inklusiveren Unterricht

      Projektleitung:

      Wissenschaftliche Kooperationspartner:

      Beteiligte Schulen:

      • BG/BRG Gmünd
      • HTBL Wien 10
      • Schulzentrum Ungargasse
      Universität Wien | Universitätsring 1 | 1010 Wien | T +43-1-4277-0